Die Kritik der Lehrer richtet sich vor allem gegen den Brandenburger Bildungsminister Steffen Freiberg (SPD). Dieser hatte öffentlich erklärt, ihnen ein Gespräch angeboten zu haben. Doch ein solches Angebot für ein persönliches Gespräch sei bei ihnen nie angekommen, sagen sie dem ARD-Politikmagazin Kontraste und rbb24 Recherche.
Hier mal eine vermutlich kontroverse Meinung zu dem Thema: Ich glaube dem Bildungsminister, dass er ein Gesprächsangebot unterbreitet hat.
Warum? Weil ich mich kurz nach seiner Ernennung im Mai ebenfalls mit einem Problem im brandenburgischen Bildungswesen an das Ministerium gewandt habe. Dabei habe ich nicht mal eine besonders hilfreiche Antwort erwartet, und erst recht keine Antwort von Freiberg persönlich. Trotzdem hat sich ebendieser Minister ganz offensichtlich gut über die beschriebene Problematik informiert und mir seine nächsten Schritte ausführlich beschrieben. Will sagen: Der wirkt auf mich bislang nicht wie jemand, der Probleme ignoriert oder aussitzt (anders als andere Kabinettsmitglieder).
Das ist natürlich eine sehr persönliche Sichtweise, trotzdem möchte ich das (obwohl ich nicht gerade Fan seiner Partei bin) einmal festhalten.
Glaube ich trotzdem, dass Laura Nickel und Max Teske das Angebot nie erhalten habe? 100%ig. Weshalb? Weil ich sowohl von Schulämtern als auch von einigen Schulleitungen hier im Land eher wenig halte, wenn es um die Bekämpfung rechter Umtriebe geht. Hier in Bernau haben sich vor Kurzem erst zahlreiche Schüler versammelt und beim CSD ihre herzzerreißenden und teils brutalen Geschichten erzählt. Meine Vermutung wäre also erstmal, dass die entsprechende Einladung irgendwo zwischen Ministern und Lehrerin "verloren" ging.
Aktuell habe ich vor allem auch durch den öffentlichen Druck noch die Hoffnung, dass das Ministerium es mit der neuen Spitze schafft, die zugrundeliegenden strukturellen Probleme in den Griff zu bekommen. Das wird sicherlich nicht einfach bei Einstellungen wie dieser, die sich sicherlich auch in vielen hiesigen Behörden findet:
Auf Facebook schimpfte sie, die Lehrer hätten "durch ihre Verhaltensweise eine Gemeinde und eine Schule, ja sogar eine ganze Region in Misskredit" gebracht. So etwas kläre man nicht vor der Presse.
Dazu möchte ich sagen: Halt dein Maul, Ira Frackmann. Die Region Brandenburg bringen vor allem die ganzen Drecksnazis hier in Verruf, zusammen mit Menschen wie dir, die ebendiesen Drecksnazis Rückendeckung geben.